M. E. Vergänglichkeit
Welch ein Himmel ahndender
Gefühle,
Der das Land der Kindheit uns
erhellt!
Welche Rosen-, welche
Unschuldswelt
In dem ersten
Phantasien-Spiele! –
Welche Täuschung an dem nahen
Ziele,
Das die Wirklichkeit entgegen
stellt!
All dieß Ahnden, das den Busen
schwellt,
All dieß Glück vergeht im
Weltgewühle! –
Aber auch die früh’ verwelkte
Rose
Blühte doch so schön und
jugendlich,
Wenn gleich schnell die
Jugendschöne wich.
Endlichkeit gehört zum
Erdenloose.
Dankend nehm’ ich aus des
Schicksals Hand
Auch die kurzen Freuden, die
ich fand.